Geschichte der Ortsgruppen

der IG Bergbau, Chemie, Energie

 

Ortsgruppen ... für einen Teil unserer Mitglieder eine alte, für den Großteil aber eine vollkommen neue Erfahrung. Durch dieses Instrument wird die Gewerkschaftsarbeit "vor Ort" erlebbar. Hier kann jeder mitreden und mitentscheiden. Mitglieder einer Ortsgruppe sind alle Kolleginnen und Kollegen der IG BCE, die im jeweiligen Einzugsbereich wohnhaft sind oder doert arbeiten.
Zu den Aufgaben einer Ortsgruppe gehören u. a. die Durchführung von Bildungsveranstaltungen, Infotage, Mitgliederversammlungen und Jubilarehrungen, Gesellige Zusammenkünfte
wie z. B. Seniorentreffen, Sommerfeste, die Zusammenarbeit mit dem DGB und den DGB-Gewerkschaften vor Ort.
Mitgliederveranstaltungen stärken das Solidaritätsgefühl in unserer Ortsgruppe.


Die IG BCE ist auch da wo ihre Mitglieder leben und arbeiten.
Diese Präsenz am Wohnort wird durch die Ortsgruppen der IG BCE gewährleistet.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Ortsgruppen gehört jedoch der ständige Kontakt zu den Mitgliedern.

Die ca. 950 Mitglieder unserer Ortgruppe wählen alle vier Jahre einen neuen Vorstand.
Dieser Ortsgruppenvorstand koordiniert seine Arbeit und hält engen Kontakt zum IGBCE Bezirk Wolfenbüttel, zu den Betriebsräten unserer ortsansässigen Betrieben und zu unseren Mitgliedern.


Auszug aus der Broschüre "Ortsgruppen in der IG BCE" zum Thema "Ortsgruppen":


Die Ortsgruppen sind Basis der gewerkschaftspolitischen Willensbildungsprozesse. Sie sind zugleich ein entscheidendes Bindeglied zwischen den Mitgliedern innerhalb und außerhalb der Betriebe.
 Funktionsfähige Ortsgruppen sind deshalb wesentliches Element und solide Grundlage für die Arbeit der IG BCE.  Von ihnen hängt die Funktionsfähigkeit der Gesamtorganisation ebenso ab, wie die Funktionsfähigkeit der Bezirke und Landesbezirke.

Die Gewerkschaften als freiwillige Mitgliederorganisation befinden sich auf einer ständigen Bewährungsprobe. Die Suche nach einer erfolgreichen Organisationsform ist so alt wie die Gewerkschaften selber.

Zeitstrahl

Vorgeschichte der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
von
1945 bis 1990.

 

1945 Ehemalige Gewerkschafter beginnen mit dem Wiederaufbau in den Betrieben.
1946
Gründung des Industrieverbandes Bergbau für die britische
Zone in Herne; 1. Vorsitzender August Schmidt.
1946 Gründung der IG Chemie-Papier-Keramik für die Britische Zone in Hamburg- Harburg als Industriegewerkschaft.
1948 Vereinigungsverbandstagung der IG Chemie-Papier-Keramik für die amerikanische und britische Besatzungszone
1948 Auf der Recklinghäuser Generalversammlung wird der Name in Industriegewerkschaft
Bergbau (IG B) geändert.
1949 Inkrafttreten der ersten gültigen Satzung der IG Chemie-Papier-Keramik
für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
1949 Gründung der Gewerkschaft Leder als Interessenvertretung aller Beschäftigten in der Leder-Branche
1950 1. Ordentlicher Gewerkschaftskongress der IG Chemie-Papier-Keramik in München. Die Organisation verfügt zum Jahresende über 409 998 Mitglieder.
1950 Die 3. Generalversammlung der IG Bergbau in Hannover beschliesst die verbindliche Einführung der Ortsgruppe als unterste Gewerkschaftseinheit.
31.12.1950 Die Gewerkschaft LEDER hat 100 412 Mitglieder; der Organisationsgrad
beträgt 69,5 Prozent.
1953 Die IG Chemie-Papier-Keramik beschließt den Aufbau von gewerkschaftlichen Vertrauensleutekörpern zur Festigung und Förderung der Organisationin den Betrieben.
1970 Die 7. Generalversammlung der IG Bergbau beschliesst die Umbenennung in Industriegewerkschaft Bergbau und Energie (IG BE)
1970 Die IG Chemie-Papier-Keramik hat im Dezember 1970: 598 831 Mitglieder – 498 827 Männer und 100 004 Frauen.
1971 Vierwöchiger Arbeitskampf in der chemischen Industrie im Zuge der
Lohn- und Gehaltsrunde 1971.
1984 Wegen der bedrohlichen Lage in der Schuhindustrie wendet sich die Gewerkschaft LEDER mehrfach an die Bundesregierung. Zwischen 1975 und 1981 waren mehr als die Hälfte der Betriebe und Arbeitsplätze verloren gegangen. Weil kein Ende des Arbeitsplatzabbaus absehbar scheint, beschließt die Gewerkschaft LEDER den Einstieg in die 35-Stunden-Woche.
1989 Große Festveranstaltung in der Westfalenhalle in Dortmund zum 100jährigen Bestehen der IG Bergbau und Energie.
1991 Erster Kongress der nun gesamtdeutschen Gewerkschaft IG Chemie-Papier-Keramik in Bonn.
1991 Erster gesamtdeutscher Kongress der IG Bergbau und Energie
1991 Vollendung der gesamtdeutschen Einheit der Gewerkschaft LEDER in den alten und neuen Bundesländern auf dem 4. Außerordentlichen Gewerkschaftstagin Darmstadt.
1991 Die Geschäftsführenden Vorstände der IG Bergbau und Energie und der IG Chemie-Papier-Keramik geben ihre Absicht bekannt, eine Kooperation und schließlich Fusion der beiden Gewerkschafteneinzuleiten.
31.12.1991 In der IG Bergbau und Energie sind insgesamt 506.657 Arbeitnehmer organisiert,
davon 313.198 (Organisationsgrad 91,1 Prozent) in Westdeutschland und 193.459 (Organisationsgrad 73,8 Prozent) in Ostdeutschland.
1992 Die Hauptvorstände der IGBE und der IGCPK verabschieden in der ersten gemeinsamen Sitzung das Kooperationsabkommen, das die Schritte zum Zusammenwachsen der Gewerkschaftenfestlegt.
1993 Beschluss des Hauptvorstandes der Gewerkschaft LEDER in Bad Kissingen,
ein Kooperationsabkommen mit der IG Bergbau und Energie und
der IG Chemie-Papier- Keramik einzugehen.
1993 Die Hauptvorstände der IGBE, der IGCPK und der Gewerkschaft Leder gründen die Kartellgewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie als rechtliches Fundament der 1997 folgendenMitgliederorganisation
1994 Gründung der Kartellgewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie; Zweck: Sicherung der Tarifverträge der drei fusionierenden Gewerkschaften.
1996 Auf dem gemeinsamen Satzungskongress am 03. Juni 1996 beschließen die drei Gewerkschaften IG Bergbau und Energie, IG Chemie-Papier-Keramik und Gewerkschaft LEDER Gewerkschaften die Satzung der zukünftigen IG Bergbau, Chemie,Energie (IG BCE)
1997 Der erste ordentlicher Gewerkschaftskongress der IG BCE findet vom 6.-10. Oktober 1997  in Hannover statt.
2007 10 jähriges Jubiläum der  IGBCE